Donnerstag, 20. Juli 2017

Sozialismus ist schuld an fremdenfeindlichkeit

Siebenundzwanzig jahre nach dem ende des realsozialismus in Osteuropa ist für die schriftstellerin Herta Müller fremdenfeindlichkeit ein erbe des sozialismus. In diesen ländern gebe es aggressive politische agitation gegen flüchtlinge, weil die fremdenfeindlichkeit aus dem sozialismus mitgeschleppt sei.

Deshalb hat man im mutterland des sozialismus, Großbritanien, sogar für den austritt aus der EU gestimmt, damit sie keine innerhalb der EU verteilten flüchtlinge aufnehmen müssen.

Für diesen klaren blick auf die welt hätte frau Müller aber wirklich endlich einen Nobelpreis verdient!

Dienstag, 18. Juli 2017

»Gewalt ist kein Argument!«

An sich habe ich keine lust, etwas zu den »ereignissen« in Hamburg zu schreiben. Das will ich auch weiterhin nicht tun. Allerdings möchte ich auf einen lesenswerten artikel aus dem blog Herrschaftszeiten. Geschichten von Herrn Keiner hinweisen. Unter dem titel »G20-Gipfel in Hamburg: „Gewalt ist kein Argument!“ Das sagen diejenigen, die das Monopol auf Gewalt besitzen. Die also wissen, wovon sie reden« findet man dort ein paar überlegungen zu den herrschenden gewaltverhältnissen. Er kommt zu dem schluß:
Zitat: »...ein „militantes Zeichen“ zu setzen, also mehr oder weniger eine wüste Randale zu machen. Motto: Das können wir denen nicht durchgehen lassen, wenn sich die mächtigsten Führer dieser Staatenwelt hier bei uns in Hamburg treffen!

Das kann man wohl, wenn man sich als Linker mal nüchtern seines Daseins als gesellschaftliche „Randgruppe“ bewusst ist und deshalb ganz andere „Aktionen“ nötig hat als die Scharmützel am Rande eines solchen Gipfels: nämlich dem großen Rest der brav arbeitenden Bevölkerung überzeugende Argumente dafür zu liefern, ihre Dienstbarkeit in diesen Verhältnissen mal gründlich zu hinterfragen und diese möglicherweise aufzukündigen. Da geht es um einen Angriff – jedenfalls perspektivisch –, auf die Grundlagen der Macht der Staaten-Lenker, und nicht um ein idiotisches Kräftemessen mit dem abkommandierten Polizei-Personal dieser Herrschaften. Ein „Zeichen“ dafür, dass „Widerstand möglich“ ist? Unsinn. Das ist nur ein hausgemachtes Problem dieser Linken selbst, der Rest der Welt lernt nichts aus verletzten Menschen und abgefackelten Kraftfahrzeugen. Außer eben das, was man ihnen in der Schule oder in den hetzerischen Artikeln der „Bild-Zeitung“ beigebracht hat: Der Gewaltapparat des Staates muss für solche Fälle noch viel, viel besser gerüstet sein. Mehr „Zeichen“ war da nicht.«
Dem kann ich mich weitgehend anschließen. Ich empfehle sehr, den ganzen artikel zu lesen. Ist auch nicht übermäßig lang, sondern relativ kurz und präzise auf den punkt gebracht.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Frag selbst

»Frag selbst« ist ein relativ neues format in der ard, an dem ich vorhin hängenblieb, weil Sahra Wagenknecht befragt wurde.




Was mich ein bißchen erstaunt hat, war die frage, ob frau Wagenknecht schon einmal mit flaschen auf polizisten geworfen habe. Welchen grund sollte sie dafür denn gehabt haben? Aber klar, sowas liegt uns linksextremisten halt im blute, da benötigen wir keinen grund.

Schaut selbst, was gefragt und gesagt wurde.

Samstag, 1. Juli 2017

Zeychen und wunder


Es ist tatsächlich ein wunder geschehen.

Das Berlin-Ticket-S, das arbeitslosen und schlecht verdienenden Berlinern mobilität ermöglichen soll, ist seit heute billiger als bisher. Anstatt 36€ kostet es jetzt 27€50. Achtfuffzig sind schon geld. Das ist ein sehr nettes geschenk vor der bundestagswahl.

Unvergessen bleibt, daß der rot-rote senat die vergünstigte fahrkarte für sozialhilfeempfänger und arbeitslose, die 20€40 kostete, 2004 ersatzlos strich, um sie im jahr 2005 nach protesten für 33€50 wieder einzuführen.

Donnerstag, 29. Juni 2017

Das große wort vom außerordentlichen SPD-parteitag

Der kanzlerkandidat der SPD, ein herr Chulz, hielt am vergangenen sonntag in Dortmund eine rede.
Er sagte: »Wer Merkel wählt, bekommt Seehofer.«
Dazu sage ich: »wer Chulz wählt, bekommt Seeheimer.« Das ist sozusagen eine krankheit, von der sich viele menschen seit dem letzten SPD-kanzler nicht erholt haben.

Samstag, 24. Juni 2017

Pilotprojekt: 0€job

Ab 2018 soll es in Bremerhaven eine neue form der zwangsbeglückung für langzeitarbeitslose geben:  sie sollen für zwei, drei jahre wie normale arbeitskräfte für kommunen oder firmen arbeiten, allerdings ohne lohn.

Das ist natürlich eine brandneue erfindung, arbeitslose auf staatskosten in firmen zu schicken: in Berlin beispielsweise gab es mal sogenannte »vergabe ABM«: das land Berlin verteilte an firmen öffentliche aufträge, die dann im gegenzug 100% staatlich finanzierte langzeitarbeitslose arbeitstiere einstellten. Gesellschaftlich integriert wurde dadurch niemand, weil die löhne zu niedrig waren, um am kulturellen leben teilzunehmen, auch wenn die leute mit diesen mistjobs finanziell zumindest etwas besser wegkamen als 1€jobber.

In Bremen sieht das anders aus. Dank unbezahlter arbeit werden die menschen sich nicht mehr ausgegrenzt und frustriert fühlen. Sie werden stattdessen selbstverständlich glauben, daß manna für sie vom himmel fiele.

Donnerstag, 22. Juni 2017

Veganes wasser

Manchmal kommt man aus dem staunen nicht mehr raus, wenn man sich anschaut, was die marketingfuzzis sich so alles ausdenken. Neulich hörte ich, daß ein mineralwasser als vegan angepriesen wurde. Klar, denkt man, was soll ein wasser denn sonst sein, wenn nicht vegan? Ist schließlich dihydrogenmonoxid, also eine chemische verbindung und wird nicht aus kleinen häschen gewonnen.

Allerdings leitete Donald Watson, der den begriff vegan prägte, denselben vom Englischen begriff vegetable, also gemüse bzw. pflanze ab. Weshalb es natürlich merkwürdig ist, weshalb ausgerechnet eines der wenigen nicht organischen lebensmittel plötzlich pflanzlich sein soll.

Wer sich vor möglichem knochenleim unter flaschenetiketten gruselt, sollte vielleicht eher zum wasserhahn als zur flasche greifen.

Sonntag, 18. Juni 2017

Nun danket alle HK

Es ist natürlich typisch, daß The Oggersheimer Previously Known As Chancellor Kohl (TOPKACK) sein löffelchen so abgegeben hat, daß er staatstragend am ehemaligen nationalfeiertag der Bonner Republik noch einmal coverboy seiner lieblingszeitung werde konnte.

Nö, großen grund zur dankbarkeit gibt es nicht, aber ausnahmsweise möchte ich etwas positives über den großen CDUmann sagen: der katholik Helmut Kohl hat persönlich beim papst gegen die ächtung der pille interveniert. Er war der auffassung, daß seine großmutter nicht freiwillig dreizehn kinder bekommen hätte und sicherlich froh gewesen wäre, wenn sie die pille gehabt hätte. Als minister Aldolf Süsterhenn mitte der 60er jahre noch zuchthäuser für ehebrecher (!) bauen lassen wollte, forderte Kohl, daß ein präservativsuchender die dinger unverfänglich am automaten bekommen sollte.

Auch an Kohl war nicht alles schlecht.


Fast schon traurig: einsamer rolli am Brandenburger Tor

Freitag, 16. Juni 2017

Auf der suche nach heilern

In der ard-mediathek habe ich einen interessanten dokumentarfilm von Rosa von Praunheim gefunden.

Der film beginnt mit dem geständnis, ein hypochonder zu sein »... und ich entschloß mich, wertfrei und hingebungsvoll allem und jedem zu glauben.« Am ende des films steht das fazit: »Was hat mir meine suche nach heilern gebracht? Wirklich geholfen hat mir niemand. Noch immer muß ich nachts siebenmal aufs klo, mein grüner star ist immer noch aktiv, und ohne schulmedizin würde ich erblinden. Noch immer habe ich polypen in der nase und muß kortison nehmen. Meine arthrose in den großen zehen ist nicht besser geworden und meine angst vor reisen hat eher zugenommen. Aber ich habe faszinierende menschen kennengelernt. Heiler, die gewillt sind, uns zuwendung und liebe zu geben und die an sich selbst glauben. Das jedenfalls können wir von ihnen lernen, vielleicht brauchen wir dann keine heiler mehr. Übrigens, durch sport und diät habe ich in sechs monaten mein körpergewicht reduziert von 105 kilo auf 90 kilo.«

Zum teil ist der quack, den die esos in diesem film erzählen, schwer zu ertragen. Eine der schönsten szenen ist ca. bei minute 23'30. Jürgen Flieges Wörishofener quackherbst. Mittendrin schnitt zu einer kuhweide. Stimmen aus dem off: »Oh, jetzt kackt sie gleich. Oh, toll - da. Und es leider keine nahaufnahme.« Schnitt zurück zu Jürgen Flieges Wörishofener Herbst. Besser kann man das wohl kaum kommentieren. Zwischendurch kommen aber auch immer wieder leute zu wort, die wissenschaftlich fundiert arbeiten. Und schlußendlich sind sie es, die helfen konnten.

Wie ich gesehen habe, gibt es den film auch bei youtobe:



Insgesamt ein sehenswerter film, der sehr unaufgeregt die arbeit von heilern und wissenschaftlichen medizinern gegenüberstellt.